Argumente
Feste sollen verbinden und Freude bereiten. Immer mehr Menschen wünschen sich deshalb eine zeitgemässe Form des Feierns, die Rücksicht auf Menschen, Tiere und die Natur nimmt. Lautes, unkoordiniertes Feuerwerk stellt dabei für viele eine grosse Belastung dar.
Die wichtigsten Gründe für die Initiative «Ja zu einer Einschränkung von Feuerwerk»:

Feuerwerk versetzt Heim-, Nutz- und Wildtiere in Angst und Panik
Die plötzlichen knallenden Geräusche lösen bei Tieren Stress und Panikreaktionen aus. Viele versuchen in ihrer Angst zu fliehen. Dabei kommt es immer wieder zu Unfällen, Verletzungen und Todesfällen, die einfach vermeidbar wären.
Der Lärm verursacht nicht nur Stress, sondern führt auch dazu, dass einige Heimtiere in Panik weglaufen und vermisst werden. Viele Tierhalterinnen und -halter sehen sich gezwungen, rund um den 1. August und Silvester aufwendige Schutzmassnahmen zu treffen oder mit ihren Hunden oder anderen Heimtieren zu verreisen.
Nutz- und Wildtiere können sich dem Lärm entgegen nicht entziehen. Sie werden aufgeschreckt und letztere verlieren insbesondere in der Silvesternacht durch die Flucht wichtige Energiereserven oder werden aus dem Winterschlaf gerissen und dadurch geschwächt.

Der private Gebrauch von Feuerwerk ist aus dem Ruder gelaufen
Privates Feuerwerk stellt ein Sicherheitsrisiko dar und sollte nur von geschulten Personen gezündet werden. Beim Zünden von Feuerwerk im Privaten kommt es regelmässig zu Unfällen und Bränden, bei denen sich Menschen zum Teil schwer verletzen. Dass dies das Gesundheits- und Sicherheitswesen massiv belastet, zeigen die Bilanzen, die einzelne Kantone jeweils ziehen. Beispielsweise melden die Polizeien zahlreicher Kantone Dutzende Einsätze in der Neujahrsnacht, meist wegen Unfug mit Feuerwerkskörpern oder Bränden. In Anbetracht der zunehmenden Trockenheit nimmt das Sicherheitsrisiko rund um den Nationalfeiertag stark zu.
Von unerwarteten Knallen überrascht zu werden, beeinträchtigt das Wohlbefinden. Bei Kindern und Erwachsenen können Angst, Stress oder gesundheitliche Probleme ausgelöst werden. Beim Abfeuern von Feuerwerkskörpern entstehen zudem hohe Lärmpegel, die bei Menschen zu einer Hörschwellenverschiebung (Vertäubung) und zu Ohrengeräuschen (Tinnitus) führen können.

Feuerwerk generiert viel Abfall und schadet der Natur
Beim Zünden von Feuerwerkskörpern entstehen pro Jahr etwa 1300 Tonnen Abfall, die zu einem grossen Teil im öffentlichen Raum und auf landwirtschaftlichen Nutzflächen liegen bleiben. Die Räumung verursacht hohe Kosten und stellt Landwirtinnen und Landwirte vor eine Herausforderung. Liegen gebliebener Abfall stellt eine Gefahr für Tiere dar und zerfällt schliesslich unter anderem zu Mikroplastik.
Ausserdem wird durch das Abbrennen von Feuerwerk jährlich mehrere hundert Tonnen Feinstaub freigesetzt. Dies entspricht zwei bis drei Prozent der jährlichen Feinstaubemissionen der Schweiz. Als Niederschlag gelangt der Feinstaub in Böden und Gewässer. Gleiches gilt für jährlich etwa 100 Tonnen Metalle sowie krebserregende und persistente organische Schadstoffe, die durch Feuerwerkskörper in die Natur gelangen.